Es sind merkwürdige Zeiten und man wird erst in ein paar Monaten wissen wie sie unsere Gesellschaft verändert hat. Ich finde, dass wir eine gute Chance haben, einen kritischen Blick auf unsere Konsumgesellschaft zu werfen. Warum brauchen wir immer mehr Wachstum, immer mehr Konsum ? Klar, wir leben im Kapitalismus und das ist das Wesen dieses Systems. Aber wohin hat es uns gebracht? Wir kaufen Dinge, die man nicht braucht. Man wirft Essen weg, man erstickt im Plastik.

Weniger Müll, weniger Plastikabfall

Plastik ist so ein Thema, dass viele nicht mehr hören können. Ich war da auch etwas nachlässig, bis ich mit einer Freundin Urlaub in einem Ferienhaus gemacht habe. Schon nach unserem ersten Einkauf und den Auspacken, war eine Tüte mit Plastik-Verpackungen gefüllt. Und das bei zwei Personen, die nach zwei Tagen bewußt darauf geachtet haben. Vielleicht achtete Ihr einfach mal darauf. Das ist ein erster wichtiger Schritt für Veränderungen. Nicht überall gibt es „Unverpackt“- Geschäfte und ganz ehrlich, es ist zum Teil wirklich teuer dort einzukaufen. Ich jedenfalls wähle bewußt aus und verzichte dann lieber auf bestimmte Dinge, die dort im Angebot sind. Ich werde mich mit diesem Thema weiter beschäftigen, leider kam Corona dazwischen.

Natürlich möchte ich niemanden belehren, ich bin selbst jemand, der das nicht leiden kann und eher ablehnend reagiert. Das sind also hier meine Beobachtungen und vielleicht habt Ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich bin ja ein regelmäßiger Besuch der Oxfam-Geschäfte, die leider auch geschlossen sind. Dort habe ich vor einer Weile ein gut lesbares Thema zu diesem Thema gefunden.

„Ein Leben ohne Müll“ von Olga Witt aus dem Jahr 2017 gefällt mir sehr gut. Man kann dort die Sachen nutzen, die man gut findet und praktisch sind. Sie hat auch eine Webseite, aber das nur nebenbei.

Verkleinern und Verschenken

Seit meinem Umzug bin ich dabei meinen Besitz zu reduzieren. Dabei hängt das eine mit dem anderen zusammen. Ich bin bewußt in eine kleinere Wohnung gezogen und habe so natürlich auch viele Dinge zurück gelassen. Mit einem finanzieller Verlust über den ich lieber nicht nachdenken möchte. Falls Ihr auch bald umziehen wollt, vertraut Eurem Gefühl. Nehmt nur mit was Du wirklich gut findet, nicht was teuer war oder wozu man Dich überreden will. Ich konnte mich mit diesen Dingen auch in der neuen Wohnung nicht anfreunden und hatte und habe viel Mühe sie „loszuwerden“.

Das „entschleunigte“ Leben in der Corona-Zeit nutze ich dazu aufzuräumen und auszumisten. Da ich inzwischen viele Bücher zum Thema Potsdam habe, waren meine Bücherregale schon wieder sehr voll. Einen Anstoß für die neue Aktion geben mir auch die Dokumentationen über Tiny-Häuser in den USA. Inzwischen weiß ich, dass so etwas in Deutschland viel schwerer zu realisieren ist, aber man kann ja auch seine Wohnung so optimieren. Was für mich schon schwer genug ist, denn ich will es natürlich auch schön haben. Und auch wenn ich Sachen doppelt besitze, benutze ich fast alles. Ab und zu tausche ich das aus oder habe einfach Lust auf anderes.

Bücher

Mein Verhältnis zum Aussortieren von Büchern ist zwiespältig. Ich habe noch immer einige aus nostalgischen Gründen oder weil sie gut aussehen. Am Wochenende habe ich angefangen wieder alles auszuräumen und das Regal auszuwischen. Nach Mari Kondo habe ich dabei jedes Buch in die Hand genommen und so eine Entscheidung getroffen. Ganz bin ich noch nicht durch, aber es sind schon wieder rund 20 Bücher zusammen gekommen. Da Oxfam zur Zeit geschlossen ist, stellt sich nun die Frage wohin damit. In Potsdam gibt es am Platz der Einheit eine Bücherzelle, dorthin sind einige Bücher gegangen. Aber der Rest steht noch hier, keine gute Idee, denn ich will sie so schnell wie möglich weghaben. *

Weitere Ideen für die Corona-Zeiten gibt es morgen. Schaut einfach wieder vorbei.

Bis dann, Kerstin

 

* Wer in Potsdam wohnt, kann sie gern bei mir abholen

 

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