Roadtrip nach Thüringen – Station 1: Burgscheidungen

Reisevorbereitungen

In Gedanken war ich schon seit dem Sommer auf Reisen. Da begann ich mit den „Vorbereitungen“, schrieb auf wohin es gehen soll, was ich nicht verpassen darf, welche Dinge mir unentbehrlich erscheinen. Mein Schreibtisch füllte sich mit Zetteln und Zeitungsartikeln, alles konnte wichtig sein.

Da ich diesmal nicht allein unterwegs bin, aber auch keine Gruppenreise mache, gilt es alles abzustimmen.

Weil wir viel im Land unterwegs sind und des öfteren das Hotel bzw. die Ferienwohnung wechseln, gilt es anders zu packen. Allerdings haben wir ein Auto zur Verfügung, so dass ich wohl nicht zu minimalistisch vorgehen musste. Zumal wir eine Kombination von Wander- und Städteurlaub plant war.

Schließlich lag ein lockeres Konzept vor, was wann und wie. Natürlich wirft man während der Reise einiges über den Haufen, der Umstände wegen oder weil die Zeit knapp wird. Aber dazu später, denn nun soll es endlich losgehen.

Auf nach Sachsen-Anhalt

Sonntag 13 Uhr war unser Auto gepackt, die Route stand fest und etwas Proviant auf der Rückbank. Schließlich wollten wir auch eine kulinarische Reise unternehmen, in Internet findet sich eine tolle Auswahl von Café´s und Restaurants, die alle auf unserem Weg lagen, zum Beispiel in Burgscheidungen.

Das barocke Schloss Burgscheidungen liegt noch im Bundesland Sachsen-Anhalt. Allein der wunderschöne Park und der Blick auf das Unstrut-Tal sind einen Besuch wert.

Die ganze Gegend kann auf eine interessante Geschichte zurückblicken. Ein paar Jahre wohnte Gräfin Cosel, die bekannteste Maträsse von August den Starken, im Schloss. An sie erinnert der jährliche „Barockball Gräfin Cosel“, der für viele Fans eine Zeitreise ist. In passendem Kostüm kann man im Garten lustwandeln und in 3 Sälen des Schlosses tanzen.
Seit 2008 befindet sich das Anwesen in Privatbesitz, Besichtigungen und Veranstaltungen aller Art (z.B. Hochzeiten) sind deshalb nur begrenzt möglich. Aber wir wollten ja ins Cafe & Restaurant „Gräfin Cosel“, dass leider um 17 Uhr geschlossen war.

Zum Glück kann man sich aber Teile des Gartens ansehen und die Schönheit der Anlage genießen.

 

Barock-Fans kann ich den Besuch des Schlosses empfehlen, aber auf diesem ersten Reiseabschnitt zeigte sich schon was wir in den nächsten Tagen erleben sollten. Viele Schlösser, Burgen, Museen und Restaurants sind nicht durchgehend geöffnet, manchmal ist auch nur am Wochenende geöffnet. Ich finde das sehr schade für eine Tourismusregion und den Besuchern schwer zu vermitteln. Wir sind in diesem Fall weder ins Schloss noch ins Café gekommen, hungrig mussten wir uns auf dem Weg ins Hotel machen. Zumindest da gab es ein Restaurant.

Adresse:
Schloss Burgscheidungen
Schlossbergstr. 56
06636 Burgscheidungen