Museum Prignitz Unterwegs

Geschichte lebendig machen – Wittstock 1636 – die Schlacht am Scharfenberg

Archäologische Orte (ZAO) in der Prignitz lebendig machen – das kann man in Wittstock erleben.

24. September 1636 *

An diesem Tag fand vor 380 Jahren die Schlacht zwischen schwedischen und kursächsischen Truppen statt, die mit dem Sieg der 16.000 Schweden endete und damit einen wichtigen Platz in der schwedischen Geschichte einnimmt.

Von einem erhöhten Aussichtspunkt kann man auf das Schlachtfeld schauen. Wichtige Fundorte sind symbolisch gekennzeichnet, vom Berg werden die enormen Dimensionen des Schlacht sichtbar.

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2007 fand man bei Bauarbeiten ein Massengrab, dass zum Glück trotzdem rekonstruiert werden konnte. Gebeine von 125 Soldaten wurden aufgefunden, die man mit Hilfe der modernsten Technik untersuchte, denn schließlich war das weltweit erste Grab aus dem Dreißigjährigen Krieg. Das Massengrab von Wittstock bietet die einzigartige Möglichkeit, durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit, insbesondere von Archäologen und Anthropologen eine Lebensrealität von Söldnern während des Dreißigjährigen Krieges zu erforschen, die über das reine Schlachtgeschehen weit hinausragt. Auch deshalb zählt es zu den Zentralen Archäologische Orte (ZAO) in der Prignitz.

Im Gedenken an gefallenen Soldaten wurde ein Steelenfeld errichtet, das Nationalität, Alter und Todesursache der Opfer aufzeichnet.

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Eine gelungene Installation, ebenso wie die Ausstellung im ehemaligen Hochwasserbehälter, in den man einsteigen kann.

Dort wird u.a. Film mit der Rekonstruktion der Schacht gezeigt, Soldaten kommen zu Wort und ein Raum der Stille regt zum Nachdenken über Krieg und Gewalt ein.

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Natürlich sollte man sich als Besucher die Stadt Wittstock nicht entgehen lassen. Die Touristinformation  veranstaltet historische Stadtführungen, bei Interesse auch am Abend. Da geht es mit Fackeln durch die Altstadt, entlang an der Stadtmauer u.m.

Und als letztes nach der Hinweis auf das Museum des Dreißigjähren Krieges im Amtsturm der Alten Bischofsburg. Die Stadtführung und der Turm werden in einem Extrabeitrag nochmals gewürdigt.

*Das Datum variiert ja nachdem welchen Kalender man benutzt – 4. Oktober 1636.