Prag Unterwegs

Meine Tipps für ein verlängertes Wochenende in Prag

Prag im Frühjahr 2019

Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell wieder nach Prag komme, aber im Rückblick war es eine gute Entscheidung. Beim letzten Mal war mein persönlicher Eindruck nicht so toll, ich kannte die Stadt von früher und es hat sich doch eine Menge verändert. Es sind wirklich sehr viele Touristen unterwegs und man muss überall und immer Eintritt bezahlen. Und nicht wenig. Eine gute Einnahmequelle, aber ich habe den Eindruck, dass man es übertreibt. Solange die Touristen kommen, wird es so weitergehen und ich hoffe, dass man die Stadt nicht kaputt macht. Noch ist der Charme erkennbar, aber im Zentrum ist man im westlichen Kapitalismus a la MacDonalds und Starbuck angekommen.

Auch deshalb haben wir uns diesmal ein Hotel gesucht, das nicht direkt im Zentrum liegt.

Vyšehrad

Vyšehrad ist seit 1883 Stadtteil von Prag. Touristische Ziele ist diesem Bezirk sind die Burg Vyšehrad, die Neustadt mit Karlsplatz und zahlreichen Kirchen und Klöstern. Einiges davon haben wir uns natürlich angesehen.

Tag 1

Burg Vyšehrad

 

 

Genauer gesagt, handelt es sich um einen Burgwall aus dem frühen Mittelalter. Von hier oben hat man rundherum einen wunderschönen Blick auf die gesamte Stadt.

 

Auf dem Gelände befinden sich u.a. die St.Peter-und-Paul-Kirche und der Vyšehrader Friedhof.

St.Peter-und-Paul-Kirche

Die Kirche hat mich sehr beeindruckt. Sehenswert sind hauptsächlich die gotischen und Jugendstilmalereien, die romanische Grabkapelle des hl. Longinus und die Vysehradmadonna – eine gotische Tafelmalerei.
Ein ganz anderer Stil als in anderen Kirchen.

 

 

 

Öffnungszeit:

Vysehrad Kasematen und gotischer Keller
Winterzeit: 9:30-17:00, Sommerzeit: 9:30-18:00
Kirche St. Peter und Paul täglich: 10:00-17.00; Sonntags 10:30-17:00

Eintrittspreis:

60,- CZK p.P. Kasematen
50,- CZK p.P. Gotischer Keller

Mehr Infos: https://www.pragtourist.cz/products/vysehrad-hochburg/

Das Jüdische Viertel

Da das jüdische Viertel in Prag an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert nahezu komplett abgerissen wurde, überlebten nur wenige  Zeugnisse des jüdischen Lebens der vergangenen Jahrhunderte den Neuaufbau des Viertels. Aber was man dort sehen kann ist einmalig.

Meine Empfehlung: ein Rundgang durch die Synagogen. Mit dem Kombiticket kann man mehrere Synagogen und den alten jüdischen Friedhof besichtigen.

Hier ein Überblick über die Synagogen und was man dort ansehen kann. Und ein paar Fotos von mir damit Ihr einen Eindruck bekommt.

  • Pinkassynagoge aus dem 16. Jahrhundert. Die Innenwände sind handschriftlich mit Namen ermordeter Juden beschrieben.

Adresse: Široká 23/3, 110 00 Prag

  • Klausensynagoge ist die größte Synagoge Prags und beherbergt eine große Sammlung jüdischer Kultur. Die jüdischen Traditionen und Bräuche werden ausführlich beschrieben und anhand ausgewählter Stücke aufgezeigt.
  • Altneusynagoge wurde im 13. Jahrhundert im frühgotischen Stil errichtet und gilt als die älteste Synagoge Europas. Bis heute wird sie als Gebetshaus genutzt.

Adresse: Maiselova 18, 110 01 Staré Město, Prag

  • Maiselsynagoge stammt ebenfalls im 16. Jahrhundert. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der rechtlichen und sozialen Stellung der Juden im Mittelalter.
  • Es gibt außerdem die Spanische Synagoge. Leider haben wir es dorthin nicht nicht geschafft. Von den Fotos im Internet kann ich nur sagen, dass sie wunderbar aussieht.

Hier ein paar Bilder vom Rundgang, denn die Synagogen liegen wirklich nah bei einander. Ich wollte nicht so viel fotografieren, weil ich mich ganz auf die Ausstellungen konzentrieren wollte. Es gibt auch sehr viele Fotos aus der Vergangenheit zu sehen, woran man auch erkennt wie reich an jüdischem Leben Prag war.

 

 

  • Ein Muss ist der alte jüdische Friedhof. Bis zu 12 000 Gräber befinden sich auf kleinsten Raum. Ich habe vor vielen Jahren den Friedhof zum ersten Mal besucht, damals konnte man dort ganz normal laufen. Man läuft nun im Gänsemarsch an den Gräbern vorbei und man muss Eintritt bezahlen.

Adresse: Široká, 110 00 Praha

Es gibt noch die Jerusalem Synagoge, die allerdings etwas weiter entfernt liegt. Ich habe sie mir bei meinem letzten Besuch angesehen und habe damals Fotos machen können. Die Synagoge ist auf jeden Fall einen  Besuch wert.

Hier ist der Bericht über die Jerusalem Synagoge.

Bevor es mit der Kultur und Geschichte weitergeht, sollte man eine Pause machen.

Café Louvre

Ein Pause kann man im Café Louvre machen. Das Restaurant besuchen Einheimische und Touristen, ein gutes Zeichen ? Eigentlich schon, aber die Kellner hatten eine Menge zu tun und die Bestellungen haben gedauert. Ich kann nun nicht sagen, ob es eine Ausnahmen war. Aber man hat gut gegessen 🙂

Adresse: Národní 1987/22, 110 00 Praha 1

Wegbeschreibung:

Am Ende des Wenzelsplatz wechseln Sie links in die „28. října“. Die Verlängerung dann ist die Národní, die Sie einfach entlang gehen. Auf der linken Seite kommt dann nach ca. 250 Metern das Cafe Louvre.

Zur Kultur in Prag gehört natürlich das Bier.

Bier und eine Biertour

In Prag gibt es Bier-Touren und wir hatten dabei viel Spaß. Wobei es wohl zum ersten Mal war, dass sich nur Frauen angemeldet hatten. Zu empfehlen ist die Tour auf jeden Fall. Wir hatten einen Gutschein und der kam zur Anwendung. Ein kleiner Hinweis: es gab genug Bier und auch etwas zu essen (im Preis inbegriffen), also spart Euch das Abendessen.

 

Mit der Straßenbahn ging es dann zurück in unser Hotel. Und was wir am nächsten Tag gemacht habe, erfahrt Ihr im Teil 2.