Der Baumwipfelpfad auf Usedom

Durch die Corona-Einschränkungen habe ich meine Urlaubspläne immer wieder verschoben, aber irgendwann war ich wirklich reif für die Insel. Durch Bekannte und einen Flyer ist es dann Usedom geworden, die den Ruf einer Sonneninsel hat. Und so ein toller Herbst an der Ostsee, das klang doch verlockend.

Also  habe ich mir eine Ferienwohnung gesucht, eine Fahrkarte für die Bahn gekauft und nach einem Hinweis meines Vermieters, ein Taxi bestellt. Das Taxi sollte mich vom Bahnhof in Trassenheide abholen, einerseits weil ich nicht wußte wie weit es zum Ferienwohnung war und andererseits hatte ich auch Gepäck für 14 Tage dabei. Eine gute Entscheidung, denn man bestelltes Taxi wurde sofort von anderen Reisenden umlagert. Mittlerweile wundere ich mich nicht mehr über diese Situation, als Erklärung hies es, die Taxis übernahmen Fahrten zum Krankenhaus oder Arzt.

Und so geht es nach Usedom

Usedom ist mit knapp 445 Quadratmeter Deutschlands zweitgrößte Insel, es gibt einen 46 km langen Strand, der an manchen Stellen 150 Meter breit sein kann. Berühmt sind die Kaiserbäder wie Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck.

Die Insel wurde von der letzten Eiszeit geprägt und so entstand eine abwechslungsreiche Landschaft.

Und dann sind da noch die Sonnenstunden, die ich in den 14 Tagen leider nur selten erlebt habe. Aber das ist ein anderes Thema.

Auf dem Baumwipfelpfad

Oder auch nicht, denn an meinem ersten Urlaubstag machte ich mich auf den Weg nach Heringsdorf. Dort gibt es seit kurzer Zeit einen Baumwipfelpfad, den ich unbedingt besuchen wollten. Wer meinen Blog liest, weiß von meinem Wetterpech, denn irgendwie regnet es immer, wenn  ich unterwegs bin. Diesmal sah es gut aus, bis der Zug in Heringsdorf ankam und es zu schütten anfing. Was nun ? Wie die anderen Reisenden stellte ich mich erst einmal unter, aber als es nicht besser wurde, machte ich mich im Regen auf den Weg. Es war ja schließlich nur Wasser.

Über eine Treppe oder mit dem Fahrstuhl im Einstiegsturm geht es die ersten Meter in die Höhe. Dann beginnt der hölzerne Pfad, der sich über Baumkronen der Buchen und Kiefern schlängelt.

Zwischendurch kann man immer wieder Station an bestimmten Punkten machen, ich habe mir das wegen des Regens erspart. Nach einer Weile erreicht man den 33 Meter hohen Aussichtsturm. Der „Ausstieg“ war relativ einfach, leider an manchen Stellen etwas glitschig.

Zwischendurch konnte man trotzdem die Aussicht bewundern. Hier und da stieg Nebel auf, sehr geheimnisvoll.

Schließlich bin ich oben angekommen und hatte einen 360 Grad Rundumblick, der bei klarer Sicht bis aufs Festland reichen sollte. Ich konnte bis zu Seebrücke von Heringsdorf schauen und mir vorstellen wie es bei Sonnenschein aussehen könnte.

Der Weg nach unten war weniger schwierig, denn der Regen lies nach. War ja klar, aber so war der Tag nicht ganz verloren.

Auch deshalb bin ich durch Heringsdorf zur Seebrücke gelaufen, die aber sehr voll war und durch die Maske und die beschlagene Brille, bin ich im Moment auch nicht gern in Geschäften.

Ich hatte mir eine Tagestage für die Bäderbahn gekauft und bin zurückgefahren. Der Vorteil diese Karte, man kann jederzeit aussteigen und die Orte erkunden. Auch deshalb bin ich in Zinnowitz ausgestiegen und bin zur Strandpromenade gelaufen.

Zinnowitz hat mir gut gefallen, aber fing es wieder zu regnen an. Ich hatte mich gefreut einzukehren, aber am Montag war (fast) alles geschlossen. Auch das sollte sich in den nächsten Tagen durchziehen. Ich erwähne das vor allem, weil man sich darauf einstellen muss. Gleiches gilt für die Busse, die nicht so häufig fahren wie man denkt. Und manche Haltestellen werden nur morgen und abends angefahren, keine Ahnung warum. Da ich ohne Auto und Fahrrad unterwegs war, musste ich immer genau planen. Ich habe auch deshalb das Einkaufen mit meinem Ausflügen verbunden.  Auch am ersten Urlaubstag bin ich in Trassenmoor in den Supermarkt gegangen und dann die 3 km gelaufen.

So bin ich in den nächsten Tagen sehr viele Kilometer gelaufen. Und bevor Ihr nach dem Strand fragt, dazu komme ich natürlich noch. Aber hier erstmal die Angaben zum Baumwipfelpfad in Heringsdorf.

Hier die Öffnungszeiten:

Vom November bis Dezember – täglich vom 9.30 – 16 Uhr

Vom Bahnhof braucht man zu Fuß rund 5 Minuten.

Weitere Infos gibt es hier:

www.baumwipfelpfade.de/usedom

Die Qualität der Fotos ist nicht so toll, denn wegen des Regens konnte ich meine Kamera kaum nutzen. Deshalb kam hier mein Handy zum Einsatz. Richtig zufrieden bin ich damit nicht, aber es kommen wirklich noch bessere Fotos.

Bis dann Kerstin

 

 

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